Liebe Missions- und Gebetspartner, liebe Freunde

HONDURAS: Bericht von unserer Koordinatorin Mirna Martinez aus Honduras

Die aussichtslose Situation der Menschen hier in Honduras macht mich sehr traurig. Es ist unheimlich schwer, ihnen in ihrer Not und Hoffnungslosigkeit noch irgendeine ermutigende Zukunftsperspektive zu bieten. Viele Familien leiden unter enormer Armut, an Hunger, steigender Gewalt, Korruption, der hohen Arbeitslosigkeit und Terroranschlägen. Durch den Klimawandel fiel der lang ersehnte Regen aus! Es herrscht überall eine grosse Dürre und Trockenheit. Im ganzen Land vernichteten Wald- und Flächenbrände ganze Häuser und haben vielen Familien noch das Letzte was sie besaßen geraubt.

Honduras braucht dringend ein übernatürliches Eingreifen Gottes, denn die Situation eskaliert und wird unüberschaubar. Wer kann, verlässt das Land zu Fuss Richtung USA, weil er hier nichts mehr verlieren kann. Die Strom- und Benzinpreise sind nicht mehr bezahlbar und viele Institutionen brechen wegen der steigenden Korruption durch die Regierung und den Sicherheitskräften zusammen.

Armut und Korruption bilden immer wieder den Nährboden für den Drogenhandel, Prostitution, Kindesmissbrauch und eine hohe Kriminalität, die keiner mehr unter Kontrolle hat.

Im Namen des gesamten ALFASIC-Teams danke ich euch ganz herzlich, dass ihr uns und Honduras in euren Gebeten nicht vergesst! Gleich, wie auch wir täglich für euch beten. Für eure finanzielle Hilfe und Unterstützung in unsere Gefängnisarbeit und die Menschen in Not, hier in einem der ärmsten Drittweltländer in Mittelamerika, danke ich euch im Voraus von ganzem Herzen. Möge Gott euch dafür wieder reichlich segnen.

Mirna Leticia Martinez
ALFASIC Honduras

Mirna Martinez besucht mit dem obersten Polizeichef die Gefängnisse

Mirna Martinez in Aktion, bei der Abschlussfeier im Gefängnis La Paz

Auftrag und Zielsetzungen von ALFASIC Honduras und Ein Herz für Nationen

Unsere Berufung und tägliche Arbeit in den 27 Gefängnissen von Honduras ist es, den Tausenden von Gefängnisinsassen, welche vom nationalen Bildungssystem ausgeschlossen werden, mit dem ALFASIC-Ausbildungskonzept und der Video-Bibelschule ein alternatives und staatlich anerkanntes Schulprogramm mit Diplomabschluss zu ermöglichen.

Als christliche Organisation konzentriert sich der Schwerpunkt unserer Arbeit darauf, den Hoffnungslosen und Vergesssenen hinter hohen Gefängnismauern und Stacheldraht eine geistige Hilfe, christliche Grundwerte, sowie das Lehren und die Fähigkeit zum Lesen, Rechnen und Schreiben zu vermitteln.

Die meisten Gefangenen sind kriminelle Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer, die ohne Familie auf der Strasse aufgewachsen sind, und nie die Chance im Leben hatten, eine Grundschule zu besuchen. Sie wurden Opfer von organisierten Gangs, (Mara Salvatroucha und Mara 18), die sie zum Drogenhandel, Prostitution, Raub, Mord und Totschlag sowie anderen Delikten gezwungen haben. Die meisten sind Analphabeten und haben die Gesetze des Landes schon im Kindesalter ignoriert und gebrochen. Sie wurden verhaftet und oft ohne Gerichtsurteil auf «lebenslänglich! » und unter katastrophalen Haftbedingungen verurteilt und eingesperrt.

Maras18 und bekennende Satanisten werden im Gefängnis Christen – (Beispiel Oswaldo Bild oben)

Kriminelle Strassenkinder, hinter Schloss und Riegel

Teenager unter katastrophalen Haftbedingungen eingesperrt!

Schulmaterial, Übergabe an den Direktor im Gefängnisses

Strassenkinder ohne Familie in den Slums von Honduras!

Da viele Gefangene ihre Menschenrechte hinter Gitter nicht kennen, konnten wir für die Arbeit von ALFASIC den Rechtsanwalt Josue Flores gewinnen.

Er lehrt und bietet den Insassen und ihren Familien Rechtsbeistand und Orientierung an, was für sie sonst unbezahlbar wäre. Er vertritt sie auch als Anwalt vor Gericht, und hilft ihnen auf dem Weg aus der Gefangenschaft in die Freiheit.

Rechtsanwalt Josue Flores vermittelt den Kurs über Recht und gesetzliche Grundlagen

Mirna Martinez übergibt Anerkennungsurkunden an Lehrkräfte

Informationen zu einem Teil der 27 Gefängnissen, die wir in Honduras betreuen

Unsere Schwerpunkte von ALFASIC sind: Die Lehrerausbildung in verschiedenen Gefängnissen, Schulklassen in drei Ausbildungsstufen, Organisation und Verteilung des Schulmaterials und Büchern, Anerkennungen, Auszeichnung und Diplome für Lehrer und Gefangene, Grundschulabschluss-Diplomfeier.

1. Gefängnis Danlí, El Paraíso
Das total überfüllte Gefängnis Danli befindet sich im Westen von Honduras. In diesem Jahr konnten wir 140 Teilnehmer in unser Grundschulausbildungs-Programm aufnehmen.

Grundschule im Gefängnis Danli

Vorbereitung des Schulmaterials und Bücher für das Gefängnis Danli

Wir zwei freuen uns über das Abschlussdiplom! DANKE!

2. Gefängnis Marcala, La Paz
La Paz ist eine der besseren Haftanstalten. Die Gefangen werden dort mit Wiedereingliederungsmassnahmen auf ein Leben nach der Haft vorbereitet. Sie haben die Chance einer beruflichen Weiterbildung. Sie erhalten auch Unterricht über «gesetzliche Grundlagen und Ordnung» im Land. 45 Insassen besuchen die ALFASIC-Grundschulausbildung. 50 Personen machen eine berufliche Weiterbildung und 30 Teilnehmer besuchen den Kurs der «gesetzlichen Grundlagen und Ordnung» im Gefängnis.

Gespräch mit einem Gefangenen in La Paz, auf seinem Weg in die Freiheit!

Gefangene in La Paz freuen sich über ihr Grundschulabschluss-Diplom. DANKE!

Schulabschluss im Gefängnis Marcala, La Paz nach 3 Jahren bestanden. Gratulation!

Unterricht im Gefängnis La Paz

Dank sei Gott! Sie können jetzt lesen, rechnen und schreiben!

Gratulation zum Grundschulabschluss!

Schulbücher für die Insassen im Gefängnis von Gracias Lempira

3. Gefängnis Gracias, Lempira
Das Gefängnis Gracias befindet sich im westlichen Tei von Honduras.

Über 140 Insassen absolvieren in diesem Jahr das 3-jährige Ausbildungsprogramm von ALFASIC.

Diplom-Abschlussfeier im Gefängnis Gracia, Lempira.
Herzlichen Glückwunsch!

Insassen werden als Hilfslehrer im Gefängnis von
Gracias Lempira ausgebildet

4. Gefängnis Trujillo, Colón
Trujillo ist eine Hafenstadt in der Karibik. Dieser Ort liegt sehr weit weg von der Hauptstadt Tegucigalpa. Der Hunger nach Ausbildung unter den Häftlingen in diesem Gefängnis ist sehr gross. Die vier Lehrkräfte schenken den 72 Schülern ihre volle Aufmerksamkeit.

Schulunterricht im Gefängnis Choluteca

Schulmaterial Verteilung an die Insassen im Gefängnis
Trujillo, Colon

Das ALFASIC-Schulkonzept weckt auch das
Interesse der Medien!

5. Gefängnis Choluteca
Dieses Gefängnis liegt im Süden von Honduras. Hier besuchen 137 Studenten die ALFASIC-Grundschulausbildung und Video-Bibelschule in verschiedenen Klassen.

Gebet und Gottesdienst am Studenten-Feiertag im
Hochsicherheitsgefängnis Tamàra

Bücher und Schulmaterial für das
Gefängnis

Mirna verteilt Abschlussdiplome im Hochsicherheitsgefängnis Tamàra

Liebe Missions- und Gebetspartner, liebe Freunde! Die Bilder der grossartigen Arbeit in den Gefängnissen von Honduras durch das ALFASIC-Team und den vielen ehrenamtlichen Helfern sprechen für sich und sagen mehr aus, als 1000 gutgemeinte Worte! Ohne einen staatlich anerkannten Grundschulabschluss hat kein Mensch und auch kein Häftling in einem der Gefängnisse in Honduras eine sinnvolle Zukunftsperspektive im Leben! Er könnte später sein Leben in Freiheit nicht meistern und würde bald wieder rückfällig!

Deshalb unsere grosse Bitte an euch: «Wer von euch hat es auf dem Herzen, einem oder mehreren Gefangenen in Honduras, eingesperrt hinter Stacheldraht und hohen Gefängnismauern, einen staatlich anerkannten Grundschulabschluss und die Video-Bibelschule zu ermöglichen und zu finanzieren?»

Mit nur 50 Euro, (inklusive Schulmaterial, Bücher und der Videobibelschule), kann ein Gefangener dieses Ziel in drei-, anstatt in acht Jahren mit dem ALFASIC-Ausbildungsprogramm erreichen. 90 Prozent der Gefangenen schaffen das auch, dank euren Gebeten und Unterstützung.

Auf den langen Wartelisten von Mirna Martinez stehen noch die Namen von über 1.250 Gefangenen, die auf einen Sponsor und die Chance der ALFASIC-Grundschulausbildung hoffen. Das Gesamtkostenbudget für die 1.250 Gefangene x 50 Euro = 65.500 Euro.

Im Voraus ganz herzlichen Dank für euer Mitbeten und Mittragen, damit diese vergessenen Menschen aus der «Hölle auf Erden», mit dem Grundschul- und Videobibelschul-Abschluss zurück in die Freiheit gelangen können, und dadurch eine viel grösser Chance im Leben haben und nicht mehr so schnell rückfällig werden.

Gottes Segen, liebe Grüsse, und wir freuen uns immer
auf ein Feedback auch von euch.

Max und Barbara Gloor
Ein Herz für Nationen