Training und Lehrbriefe

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Wuestenzeiten-670

 

In einem Anbetungslied von Bryan und Katie Torwalt heißt es unter anderem: „Ich bin ein Liebhaber Deiner Gegenwart. Ich bin für die Liebe erschaffen worden, ich bin erschaffen worden um dich zu lieben“. Wir alle sehnen uns nach der Gegenwart Gottes in unserem Leben, wir sehnen uns danach uns in der Gegenwart Gottes aufzuhalten und ihn zu lieben mit allem was unsere Person ausmacht.

Die Wüste, ist „das Land zwischen Aufbruch und Ankunft“. So war es auch für das Volk Israel. In der Bibel hat die Wüste auf diesem Weg vom Aufbruch aus der Sklaverei bis zur Ankunft in dem verheißenen Land eine besondere Bedeutung. Im Alten Testament offenbart sich Gott Mose und dem Volk Israel gerade in der Wüste, seine Gegenwart war sichtbar durch die Wolke und der Feuersäule. Noch bevor Mose als „Retter Israels“ vor den Pharao hintreten musste um die Absichten Gottes kundzutun, offenbarte Gott Mose sein Herz über Israel: 2Mo 4,21-23 Und der Herr sprach zu Mose: Wenn du hinziehst, um nach Ägypten zurückzukehren, sieh zu, dass du all die Wunder, die ich in deine Hand gelegt habe, vor dem Pharao tust! Und ich, ich will sein Herz verstocken, so dass er das Volk nicht ziehen lassen wird. Und du sollst zum Pharao sagen:

So spricht der Herr: Mein erstgeborener Sohn ist Israel, – und ich sage dir: Lass mein Sohn ziehen, damit er mir dient!

Auf dieser Wüstenwanderung schließt Gott seinen Bund mit dem Volk (2Mo 24,7f; 2Mo 34,10.28; 5Mo 29,11-14. 20.24; 5Mo 31,16.26) und übermittelt ihm seine Weisung (2Mo 21,1-23.33). In der Wüste soll das Volk Israel lernen, ganz auf Gott zu vertrauen, auf ihn zu hören und ihm zu folgen. Israel war unmittelbar auf Gott angewiesen, denn es gab keine andere Hilfe um in dieser Wüste zu überleben und durchzukommen. Das Volk erfährt innere und äußere Auseinandersetzungen und Widerstände. Im Mangel und der Beschwernis der Wüste stößt es an seine Grenzen. Israel soll darin lernen, sich allein auf seinen Gott auszurichten und sich an ihn und sein Wort zu halten. Israel soll lernen, Gott in allen Umständen des Lebens anzubeten und zu lieben.

Die Wüstenzeit des Volkes Israel ist das Spiegelbild für den Weg des Glaubenden im Neuen Bund. Auch wir sind auf dem Weg von Aufbruch und Ankunft. Wir sind unterwegs zum großen Ziel, zu den Verheißungen, die Gott uns geschenkt hat. Führt Gott auch uns in die Wüste, auf dass wir lernen ihm zu vertrauen, auf ihn zu hören und ihm nachzufolgen, ihn ungeachtet unserer Umstände zu lieben, ihn anzubeten – ihn als liebenden und treuen Vater kennenzulernen? Kann es sein, dass eine Ankunft ohne Wüstenwanderung nicht möglich ist? weiterlesen …